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Hautkrankheiten vorbeugen

Dein Hund kratzt sich, hat schuppige oder entzündete Hautstellen oder verliert viel Fell?

Die Ursachen für Hautprobleme können sehr vielfältig sein. Häufig stecken Allergien dahinter, aber auch innere Erkrankungen und Infektionen können sich durch Haut- und Fellprobleme äußern. Die richtige Ernährung stellt die Basis für gesunde Haut und glänzendes Fell bei deinem Hund dar.

Ob stumpfes, struppiges Fell, schuppige Haut oder gar juckende entzündete Hautstellen - Hautprobleme beim Hund können sehr viele unterschiedliche Gründe haben. Zu häufigen Ursachen zählen zum Beispiel Allergien, ein Befall mit Parasiten (z. B. Flöhe oder Milben) sowie Infektionen mit Pilzen oder Bakterien. Auch Stoffwechselkrankheiten, zum Beispiel Diabetes mellitus und Schilddrüsenfunktionsstörungen, können sich unter anderem durch Störungen der Haut und des Fells bemerkbar machen. Nicht zuletzt hat auch die Ernährung einen Einfluss auf die Hautgesundheit deines Hundes zum Beispiel, wenn ein Mangel an Nährstoffen besteht.

Ein Nährstoffmangel kann bei deinem Hund zum Beispiel auftreten, wenn

  • seine Kost nicht nahrhaft genug ist,
  • sein Organismus diese nicht richtig aufnehmen kann oder vorzeitig ausscheidet (z. B. bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes)
  • oder bestimmte Komponenten im Futter die Aufnahme von Nährstoffen verhindern.

Folgende Beispiele zeigen dir, welcher Nährstoffmangel zu Hautproblemen beim Hund führen kann:

  • Ein Mangel an hochwertigem Eiweiß kann ein stumpfes, brüchiges Fell sowie eine stark verhornende, schuppige Haut zur Folge haben. Auch die Pigmentierung der Haut kann gestört sein.
  • Fehlen ungesättigte Fettsäuren (wie sie v.a. in Pflanzenölen vorkommen), erscheint das Fell deines Hundes glanzlos und seine Haut bildet fettige Schuppen. Eine erhöhte Anfälligkeit für Entzündungen des äußeren Gehörganges und für Infektionen können die Folge sein.
  • Ein Zinkmangel kann sich durch Haarausfall, Verhornungsstörungen der Haut, ausbleibender Pigmentierung und – bei ausgeprägtem Mangel – auch durch geschwürige Hautveränderungen äußern.

"Viel" hilft nicht immer viel

Wusstest du, dass nicht nur ein Mangel, sondern auch eine Überversorgung mit bestimmten Nährstoffen beim Hund zu Hautproblemen führen kann? Enthält das Futter zum Beispiel eine zu große Menge an schwerverdaulichem Eiweiß, wandeln Darmbakterien dieses zu schädlichen Abbauprodukten um, die sich negativ auf die Haut auswirken können.

Was kannst du nun also tun, wenn dein Hund Hautprobleme hat? Bei leichteren Hautproblemen kann sich eventuell ein Futterwechsel positiv auswirken. Forscher vermuten, dass eine Änderung der Nahrung die Darmbewohner günstig beeinflusst. Möglicherweise deckt eine andere Futtersorte aber auch einfach den Bedarf deines Hundes besser. Hartnäckige Hautveränderungen solltest du allerdings immer durch einen Tierarzt untersuchen lassen.

Hautkrankheiten beim Hund: Ein Fall für den Tierarzt

Hautprobleme können für deinen Hund sehr lästig, mitunter auch belastend sein. Denn wenn dein Hund unter ständigem Juckreiz leidet, ist er schnell nervöser als du es von ihm kennst. Möglicherweise hat er auch weniger Lust zu spielen oder wirkt müder als sonst, weil seine Nächte durch ständiges Kratzen unruhiger sind. Auf Dauer können Hautprobleme sogar die Beziehung zwischen dir und deinem Hund belasten. Damit es nicht soweit kommt, solltest du deinen Hund bei anhaltenden Hautproblemen immer einem Tierarzt vorstellen. Er kann durch eine eingehende Diagnostik der Ursache von Hautveränderungen auf den Grund gehen und dir zu einer gezielten Behandlung und Ernährung für deinen Hund raten.

Quellen

Kohn, B., Schwarz G.: Praktikum der Hundeklinik. 12. Auflage, Thieme 2017

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