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Mücken

Wer kennt es nicht: ein gemütlicher Abendspaziergang, vielleicht in der Nähe eines Flusses oder Sees, und schon fliegen lästige Plagegeister um einen herum: Mücken. Auch unsere Hunde verschonen sie nicht.

Mücken stechen und beißen

Eine besonders hartnäckige Art der Blutsauger ist die Stechfliege. Sie kann eine große Menge Blut aufnehmen. Besonders beliebt sind haarlose Stellen wie der Bauch oder die Ohren des Hundes. Bei einem massiven Befall kann es im Extremfall zu Blutverlusten kommen, die die Gesundheit des Hundes beeinträchtigen kann. Einige Hunde reagieren sogar allergisch auf den Fliegenspeichel.

Auf dem Vormarsch sind Kriebelmücken, deren Weibchen nicht stechen, sondern beißen. Das kann sowohl für dich als auch für deinen Hund sehr unangenehm sein. Die heimische Mückenart ernährt sich vom Blut ihrer Wirte. Ihr Biss juckt stark, oft über Tage und Wochen, und kann zu Schwellungen führen. Da die Parasiten Fließgewässer zur Eiablage benötigen, sind sie in der Nähe von Flüssen anzutreffen. Nach ein bis zwei Wochen schlüpfen aus den Eiern Larven, die sich zu Puppen entwickeln. Wenige Tage später schlüpfen daraus die jungen Mücken. Viele Arten sind eher in der Dämmerung aktiv, zu dieser Tageszeit ist also besondere Vorsicht geboten.

Diagnose und Behandlung von Mückenstichen

Eindeutig festzustellen, ob dein Hund gestochen oder gebissen wurde, ist teilweise gar nicht so leicht, da sich dies – ebenso wie beim Menschen – bei jedem Hund anders auswirken kann. Typische Stichstellen, vermehrter Juckreiz oder erbsen- bis linsengroße Knötchen können aber ein Anzeichen sein. Eine allergische Reaktion ist auch möglich. Solltest du vermuten, dass dein Hund unter juckenden Mückenstichen oder –bissen leidet, dann kannst du die betroffenen Stellen mit juckreizlindernden Salben behandeln. Bei schwerwiegenderen Symptomen solltest du mit deinem Hund den Tierarzt aufsuchen.

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Prävention vor Mückenstichen - allem vor einer Reise in den Süden wichtig

Je nach Mückenart können diese bei einem Biss oder Stich auch Erreger auf deinen Hund übertragen. Vor allem in südlichen Ländern sind viele Mücken Krankheitsüberträger. So können beispielsweise Stechmücken die Larven von Haut- oder Herzwürmern übertragen und Sandmücken die gefährliche Leishmaniose. Besonders bei Reisen in süd- oder osteuropäische Länder solltest du daher Vorkehrungen treffen, um deinen Hund zu schützen. Dazu zählt beispielsweise auch, Hunde ab den frühen Abendstunden möglichst in Innenräumen zu lassen und die Fenster, soweit möglich mit Fliegengittern zu versehen.

Als Schutz vor Mückenangriffen bietet der Fachhandel spezielle Sprays und Halsbänder für Hunde an, die mittels verschiedener sogenannter „Repellentien“ die Mücken fernhalten sollen. Manche davon wirken sofort, andere müssen sich erst auf dem Fell verteilen und dürfen in dieser Zeit nicht abgewaschen werden. Welche Mittel sich für deinen Hund am besten eignen, solltest du daher mit deinem Tierarzt besprechen.

Hunde aus anderen Ländern adoptieren

Wenn du planst, einen Hund aus einem anderen Land zu adoptieren, solltest du dein neues „Adoptivkind“ vor und einige Monate nach der Einreise auf bestimmte Erkrankungen, die vor allem durch Mücken und Zecken übertragen werden, testen lassen. In der Zwischenzeit solltest du ebenfalls darauf achten, dass du deinen Hund vor Insektenstichen und -bissen schützt. Denn nur so vermeidest du, dass dein neuer Hund andere Hunde anstecken kann, sollte er bereits infiziert sein.

Abschließend sei noch hinzugefügt, dass sich aufgrund des Klimawandels immer häufiger Insektenarten, die ursprünglich nur im Süden vorkamen, auch in Deutschland ansiedeln. Dadurch lässt sich nicht ausschließen, dass es hier in Zukunft ebenfalls vermehrt zu Infektionen mit vermeintlich nicht-heimischen Parasiten kommen kann.

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