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Flöhe beim Hund

Ein Flohbefall kann für deinen Hund zu einer echten Plage werden und birgt auch für dich einige gesundheitliche Risiken. Erfahre hier, wie du einen Flohbefall frühzeitig erkennst und was du zur Bekämpfung und Vorbeugung von Flöhen tun kannst.

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Flöhe – wahre Springmeister

Flöhe sind flügellose Insekten. Dennoch können sie dank ihrer kräftigen Beine große Strecken hüpfend zurücklegen. In Deutschland finden sich etwa 70 der weltweit über 2.000 Arten. Die häufigsten Vertreter ihrer Art sind der Katzen- und Menschenfloh. Aber wusstest du, dass der Katzenfloh nicht nur Katzen, sondern auch Hunde oder Menschen heimsucht? Der Hundefloh ist hingegen seltener.

Entwicklungsstadien: Von der Larve bis zum Floh

Um zu verstehen, wie du gegen Flöhe bei deinem Hund vorgehen kannst, ist es gut sich ein wenig mit dem Lebenszyklus der lästigen Parasiten auszukennen. Der Floh entwickelt sich über drei Larven- und ein Puppenstadium zum ausgewachsenen Floh. Deshalb sind nur etwa 5 % der gesamten Flohpopulation, die einen Hund besiedeln, tatsächlich fertig entwickelte Flöhe. Den größten Teil der Flohfamilie bilden Eier (50 %), Larven unterschiedlicher Entwicklungsstadien (35 %) und Puppen (10 %). Im Klartext heißt das: Findest du einen Floh auf deinem Hund, repräsentiert er nur die Spitze des Eisbergs! Der größte Teil der Flohstadien befindet sich in eurer Umgebung.

Über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen legen Flohweibchen täglich etwa 30 bis 50 Eier, die zum Teil aus dem Fell herausfallen und auch in der Umgebung des Hundes überleben können. Nach einem bis zu zehn Tagen schlüpfen daraus die Larven, die sich von Hautschuppen, Flohkot und Krümeln ernähren. Larven, die außerhalb des Hundes geschlüpft sind, besiedeln dabei bevorzugt dunkle Ritzen, Spalten und Teppiche. Nach der dritten Häutung spinnt sich die Larve in einen Kokon ein, in der sie ihre Puppenruhe verbringt. Nach etwa fünf bis neun Tagen schlüpft aus diesem Kokon der erwachsene Floh. Dieser sucht noch an seinem ersten Lebenstag nach der ersten Blutmahlzeit, um sich mit der für sein Überleben und seine Fortpflanzung notwendigen Energie zu versorgen. Bei der Wahl seines Wirts ist der Floh allerdings nicht wählerisch: Nicht nur der Hund, sondern auch andere Tiere und der Mensch können vom Floh befallen werden. Bereits nach einem Tag ist der frisch geschlüpfte Floh geschlechtsreif und die Weibchen beginnen mit der Eiablage.

Äußere Anzeichen und gesundheitliche Folgen eines Flohbefalls

Ist dein Hund von Flöhen befallen, leidet er aufgrund der Flohbisse unter starkem Juckreiz. Häufig weist seine Haut deshalb Krusten und Kratzwunden auf, zum Teil geht sogar das Fell aus. Noch unangenehmer wird es, wenn dein Hund, eine Dermatitis infolge einer Flohspeichelallergie entwickelt. Denn es kommt relativ häufig vor, dass Hunde auf den Speichel von Flöhen allergisch reagieren. Schwere Hautentzündungen und Rötungen sind die Folge.

Zwar kannst du erwachsene Flöhe mit bloßem Auge gut erkennen, die Eier und Larven hingegen kaum. Ein sicherer Hinweis auf einen Flohbefall ist aber der von den Tieren ausgeschiedene Flohkot. So kannst du bei deinem Hund testen, ob er Flöhe hat: Kämme das Fell deines Hundes mit einem Flohkamm gründlich aus. Klopfe den Kamm nach jedem Strich durch das Fell auf einem Stück Küchenpapier aus. Dabei werden braune oder schwärzliche Punkte zu sehen sein. Feuchte nun das Küchenpapier mit etwas Wasser an. Färbt sich das Papier um die Krümel herum rostrot, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit Flohkot, denn dieser besteht zum größten Teil aus verdautem Blut.

Warum ist eine Behandlung beim Flohbefall wichtig?

Hunde leiden bei Flohbefall nicht nur unter starkem Juckreiz. Dein Hund – wie auch du als Besitzer – kann sich über den Floh auch mit anderen, zum Teil gesundheitsgefährdenden Parasiten und Erkrankungen infizieren. Zwar ist das Risiko von Infektionen über Flöhe hierzulande relativ gering, es kann aber beispielsweise bei Urlaubsreisen in südliche oder weniger entwickelte Länder deutlich steigen. Eine sachgerechte Behandlung und vorbeugende Maßnahmen sind deshalb für das Wohlbefinden von Hund und Mensch gleichermaßen wichtig.

Behandlung und Schutzmaßnahmen bei Flöhen

Flöhe sind im Freien und auch im Haus das ganze Jahr über aktiv. Sie können deshalb sowohl von einem erkrankten Tier übertragen werden, als auch aus der Umgebung heraus auf den Hund gelangen.

Um dich und deinen Hund vor einem Flohbefall zu schützen, solltet ihr zu infizierten Tieren Abstand halten. Auch eine regelmäßige Fellpflege bei deinem Hund hilft, einem Flohbefall vorzubeugen oder diesen zumindest frühzeitig zu erkennen. Zudem gibt es bestimmte Spot-on-Präparate, die einen Flohbefall verhindern können. Der Tierarzt kann dich dazu beraten, welches Präparat geeignet ist und wie häufig du es bei deinem Hund anwenden solltest. Ist dein Hund bereits befallen, solltest du mit ihm unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Er wird deinem Hund Medikamente gegen den Floh- und auch gegen einen möglichen Wurmbefall verabreichen.

Besonders wichtig ist es, nicht nur die erwachsenen Flöhe im Fell des Hundes zu bekämpfen: Die Eier und Larven breiten sich sehr schnell auch in der Umgebung des Hundes aus und können dort auch ohne den Hund lange Zeit überleben. Dann besteht die Gefahr, dass es trotz Behandlung zu einem erneuten Befall kommt. Deshalb ist es wichtig alle Besitztümer deines Hundes, vor allem Decken, Körbchen und Kissen, gründlich (am besten mehrfach) zu waschen und abzusaugen und regelmäßig die Böden zu wischen. Gleiches gilt auch für andere Plätze, an denen dein Hund sich aufgehalten haben könnte, beispielsweise das Auto. Der verwendete Staubsaugerbeutel solltest du direkt nach dem Reinigen in einem Müllbeutel verschlossen entsorgen. Es empfiehlt sich alle Reinigungsmaßnahmen nach etwa zwei Wochen zu wiederholen. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, in der Wohnung zusätzlich spezielle Flohsprays aus dem Fachhandel anzuwenden. Zudem gibt es Arzneimittel für den Hund, die dafür sorgen, dass sich die aus dem Fell fallenden Floheier nicht weiterentwickeln können.

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